couleurs de la vie
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Zufallsspruch:
In einem sind alle Menschen gleich: Jedem genügt der eigene Verstand, egal wie viel er davon hat.

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Ein Seelengefährte ist ein Mensch,
dessen Herzschlüssel in unser Herzschloss
und unser Herzschlüssel
zu seinem Herzschloss passt.


©zeitlos
Je.jpg

Jede Minute hat ihren eigenen Klang,
jeder Augenblick seine Eigenform,
jede Liebe ihre Eigenart,
jeder Mensch hat seine Besonderheit.

©zeitlos

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Jeder Moment ist ein

unwiederherstellbares

Einzigartiges.

©zeitlos

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Auch wenn du immer
wieder versuchst auf
den Kopf hören,
solltest du begreifen,
dass das
Herz sich
nicht belehren lässt

©zeitlos

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Love begins with a smile,

grows with a kiss

and ends with a teardrop

©zeitlos

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Das Gefühl

Die Kraft der Gefühle betrachtend: welche ist stärker und dauerhafter, die der Liebe oder die der Freundschaft? Wenn man die Liebe und die Freundschaft vergleicht, hat man das Recht, sich es zu fragen.
Der Freund ist immer da, wenn man ihn braucht. Der geliebte Mensch rärgert sich manchmal über unsere Launen, über unsere Ecken und Kanten, der Freund aber nimmt die an.
Die Freundschaft vergibt und verzeiht leichter. Aber fällt die Nacht auf unsere Liebe, bleibt sie weiterhin an unserer Seite? Eher nicht!! Die Freundschaft aber bleibt im Hintergrund immer. Wäre dann die Freundschaft nicht stärker als die Liebe?
Aber in schlussendlich,  wer ist schon verrückt, dass er ohne Liebe leben könnte?

Qui pourrait me dire qu’elle est la force réelle des sentiments? 

Quand on compare l’amour et l’amitié on a le droit de se le demander. L’ami est toujours là quand on en a besoin. L’être aimé se vexe parfois de nos humeurs,de nos fatigues, mais jamais l’ami.   

L’amitié permet le pardon plus facilement quand on fait ou dit quelque chose de blessant dans un moment de colère.  Et quand la nuit tombe sur notre amour, que reste t’il à nos côtés? 

L’amitié.   

Est-ce que l’amitié serait un sentiment plus fort que l’amour? Peut-être est il simplement plus durable à notre époque.

Mais, en conclusion, quel est le fou qui pourrait vivre sans amour?

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 14.04.2007, 19.26| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Liebe, Freundschaft, Gefühl, Kraft,

meine Briefe

Meine Briefe sind laut, bunt, intensiv und wortreich. Wortvoll schwimme ich gegen den Strom und wage mich ins tiefste Seelengewässer. Die Intimität meiner Briefe ist auf den ersten Blick unbegreiflich. Meine Briefe sind ein Block. Ich bemühe mich nicht die einzelnen Worte zu meißeln, um die Lektüre einfach begreiflich zu machen. Meine Briefe sind Skulpturen mit Gefühlsgesichter, deren Mimik erst geahnt und gedeutet werden muss, und deren Konturen erst sichtbar werden müssen.
Worte donnern und blitzen, liebkosen regenbogenfarben alle Sinne, explodieren wie ein Gefühlsfeuerwerk und fallen buchstabenweise auf den Briefbogen.
Du liest mich. Deine Lippen bewegen sich wortweise, deine Augen gleiten über die Worte und liebkosen sie buchstabenweise. Sinnvoll und emotionsreich entfalten sie sich sehnsüchtig, verlangend im aufbrausenden und heissen Rhythmus deiner Sinne.
Gedankenversunken zerknitterst Wort für Wort das Papier. Es zersetzt sich in Schwingungen. Rhythmisch, melodisch, klangvoll, erotisch,  Konturen liebkosend, die Gefühlsgesichter formend, um der Skulptur einen Leib meißeln eine Seele einhauchen und einen Geist malen. Bunt, laut, intensiv und wortreich.
©zeitlos 04/2007

wirbelwind 14.04.2007, 18.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Brief, Worte, ,

der Klang der Worte

Worte lassen eine Verbundenheit,
eine Verbindung entstehen,
wie ein unsichtbares Band,
zwischen dem der sie sagt und dem der sie hört.
Worte klingen neu,
jung, zart
wie die ersten Krokusse im Frühling

Worte klingen frisch wie der Morgentau
auf dem Gras im Sommer

Worte klingen reif wie die Früchte
und die bunten Farben des Herbstes

Worte klingen müde,
kraftlos, schläfrig, kalt,
klirrend wie die Kälte des Winters

Und Worte klingen zart, sanft,
ängstlich, verzweifelt, unsicher,
bestimmend, zärtlich, liebevoll
wie die Stimme des Herzens


©zeitlos

wirbelwind 13.04.2007, 19.52| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Klang, Worte,

festgehalten

Festgehalten

von den Ästen

aus Venen und Arterien

das Herz

wie ein Vogelnest

Gefühlen wachsen Federn und Flügel

Flügge werden sie

mit jedem Herzschlag

fliegen sie emotionsvoll

durch das Leben

tiefer wenn Stürme nahen

höher der Sonne entgegen

kehren zurück mit der Liebe auf den Flügeln

Herzschlag für Herzschlag

entsteht Leben im Nest - das Herz

gehalten von den Ästen voll mit Leben

in unserem Brustkorb

©zeitlos

wirbelwind 13.04.2007, 19.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Herz, Gefühle,

ich folge mit

Aus jeder Nacht
erwacht ein Tag
Jedem Sonnenaufgang
folgt der Sonnenuntergang
jedem Gestern
folgt die Erinnerung
Unbedeutendem folgt das Vergessen
Jedes Morgen
entsteht aus dem Heute
jede Frage sucht nach Antwort
jede Antwort neue Fragen
Jedes Weinen verbirgt ein Lachen
Jedem Lachen folgt die Freude
Folge ich dem Weg
kommt irgendwann ein Ziel
greife ich nach den Sternen
folgt mir die Hoffnung
der Hoffnung die Neugier

Der Neugier, die Erwartung
Denke ich zu Ende
habe ich Gewissheit oder Zuversicht
Der Zuversicht folgt der Mut
dem Mut folgt der Schritt
Jedem Schritt folgt ein Stück Weg
Es folgen, Gedanken und Wünsche und Träume
dem Licht des erwachenden Tages
und ich folge mit
©zeitlos

wirbelwind 13.04.2007, 19.49| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Folgen, Weg, Heute, Liebe, ICH,

Ganztagsschule des Lebens

Gleich nach deiner Entstehung, schickt dich das Leben in die Krabbelstube. Der Mutterleib ist die Krabbelstube des Lebens. Du lernst mit jeder einzelnen Zelle, dich zu teilen und zu wachsen. Du lernst Nahrung aufzunehmen, du lernst zu atmen, du lernst deine Herztöne lauter und leiser zu machen, du lernst dein Herz im Rhythmus zu schlagen.

Du lernst dich zu bewegen, dich zu drehen und du lernst, dass das Leben einen unendlichen Wachstumsprozess durchläuft.

Irgendwann bist du zu groß für die Krabbelstube und möchtest auf die Welt kommen. Das Leben schickt dich in seinen Kindergarten.

Du lernst die Welt kennen, du lernst, die ersten Worte sprechen und du lernst den ersten Schritt auf dem langen Weg des Lebens zu machen und du vertraust. Auch wenn das Leben dich spielend und mit viel Liebe an das unendliche Lernen heranführt, die Lektionen sind nicht immer einfach.

Du wirst lernen aufzustehen wenn du hinfällst, du wirst lernen was Freude und Traurigkeit ist und du wirst lernen dass auch Fehler und Irrtümer zum Leben dazugehören und du wirst aus den Fehlern lernen.

Das Leben schickt dich auf seine Ganztagsschule die bis ans Ende seiner Tage dauert. Du wirst lernen von innen heraus zu wachsen, du wirst begreifen, dass Erfolge und Niederlagen zum Leben gehören. Du begreift dass das Herz, das Haus der Seele ist und die Gedanken Äste und Zweige der Vernunft sind.

 Du wirst begreifen lernen, dass die Äste und Zweige deiner Gedanken, das Haus nicht überragen dürfen und dass das Innere des Hauses einem regelmäßigen Hausputz unterzogen werden muss. Witterungen, Seelengewitter und der Wandel der Jahreszeiten des innerlichen Wachsens, dürfen die Fassade deines Seelenhauses nicht bröckeln lassen.

Du lernst begreifen, dass die Liebe dich stets auf dem Lebensweg begleiten soll.

Das Leben schenkt dir Werkzeuge, Bücher, Gebrauchsanweisungen, du musst nur zu sehen, hören und begreifen wissen und dir selbst vertrauen.

Das Leben richtet dir eine Schmiede ein, somit bist du der Goldschmied deines Glückes. Vertraue dir selbst - du bastelst das kleine und das große Glück in verschiedenen Formen. Einige deiner Kunstwerke sollst du verschenken und was du geschenkt bekommst hebe gut auf.

©zeitlos


wirbelwind 13.04.2007, 19.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Leben, Schule,

heute

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wirbelwind 13.04.2007, 15.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: heute, Augenblick, Stunde, Jahr, vergeben, lieben,

Zitat

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wirbelwind 13.04.2007, 15.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Zitat

der Tag

Irgendwie hat der Tag ein Echo. Er hallt zurück, auch wenn ich das im Moment gar nicht gebrauchen kann. Meine Zeit ist zur Zeit knapp bemessen und es gibt zwischendrin nur winzige Freiräume. Zu schade eigentlich, diese Zwischenräume als Abstellkammer unverarbeiteter Abschnitte zu nutzen.

Bewusst habe ich den einen oder anderen Tag ignoriert, verdrängt. Die Gedanken habe ich verscheucht, als wären es wilde Tauben im Frühling auf dem Gemüsefeld, die die Saat beschädigen wollen.

Doch sie kommen wieder...... und wenn als Traum verkleidet und geben keine Ruhe, bis sie nicht verarbeitet sind.

Wir Menschen sind seelische Wiederkäuer. Bewusst oder auch unbewusst (träumen) rufen wir den Tag zurück um ihn zu verdauen. Der Verdauungsprozess ist das Sortieren von Eindrücken, Gefühlen, Emotionen, Erfahrungen und was auch immer noch.

Erst dann wenn man den Tag innerlich verarbeitet hat, bekommt er Farbe und Nuancen und seine Melodie. Davor sind es Klänge, Töne, Zwischentöne und eine kleine oder riesige Farbpalette die uns als Werkzeuge bereitgestellt werden, um damit Tag zu beschreiben.

wirbelwind 12.04.2007, 23.00| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Tag, Mensch, Traum, Gedanke,

die Ampel

die Ampel an der Kreuzung zeigt rot

die andere blinkt gelb

Ein kurzes Zögern.....

ich muss weiter

zwischen gelb und grün

liegt die Überlegung

die Entscheidung

gerade aus

rechts oder links

Das Ziel vor Augen

der Weg ist doch ungewiss

unter vielen Umwegen

Abkürzungen....

Die Ampel blinkt grün

die andere zeigt rot

Hinter mir die vergangene Zeit

vor mir der Weg mit vielen Ampeln

©zeitlos

wirbelwind 12.04.2007, 02.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Ampel, Weg,

Die Reise ins ICH

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Es war einmal ein Mensch, der immer wieder zu hören bekam: "Du musst in der Gesellschaft einen Status haben. Du musst die Liebe deines Lebens finden und zeigen dass du glücklich und zufrieden bist mit deinem Leben."

So strebte der Mensch seinen gesellschaftlichen Status an, hatte einen guten angesehenen Job, hatte viele Freunde, einen großen Bekanntenkreis doch die Liebe seines Lebens fand er nicht.

Draußen in der Gesellschaft, strahlte er wie die pralle Sonne am Mittagshimmel.
Innerlich starb er jeden Tag ein Stückchen.

Er traf den einen oder anderen lieben Menschen, mit denen er kurze Affairen oder Partnerschaften einging, doch die große Liebe war es nie. Es gab die eine oder andere vermeintliche Liebe, doch nach einiger Zeit, sah er keine Besonderheit mehr an dieser Liebe und sie starb.

Irgendwann war er so verzweifelt, denn in seinem Inneren blieb es dunkel. Er hatte keine Freude mehr am Alltag, an der Liebe und liebte sich selbst nicht mehr.

Für einige Zeit leistete ihm die Einsamkeit Gesellschaft, aber auch diese hielt es bei ihm nicht lange aus. Sie packte ihre Koffer.

"Mensch!" sagte sie auf der Türschwelle." Du sollst mal versuchen dein Inneres zu säubern, vielleicht ist es dann weniger öde und düster bei dir."

Der Mensch tappte im Dunkeln nach einem Besen. Nach langem Suchen, fand er ihn in einer Ecke. Er fegte damit den Boden.

Als er damit fertig war strahlten plötzlich seine Augen. Auf den Boden hatte sich ein Häufchen kleiner Sonnenbröckchen angesammelt. Der Mensch weinte vor Freude. Er hob die Stückchen behutsam auf und steckte sie in ein Einmachglas.

In seinem Inneren wurde aus der Dunkelheit leichte Dämmerung. Die Augen des Menschen sahen langsam Konturen, Umrisse, dann ganze Bilder .

Dann aber nahm er das Schreckliche wahr: Überall lagen Teile von Lieben. Die eine oder andere Liebe hätte vielleicht eine besondere werden können.

Der Mensch sank in sich zusammen. Er weinte bitterlich. Seine Tränen kullerten zu Boden, erst tröpfchenweise, dann wie Wasserfälle. Sie überschwämmten den Innenraum seiner Seele.

Entsetzt und enttäuscht, versuchte der Mensch die Lieben zu wiederbeleben; er schüttelte sie, er beatmete sie. Die Lieben blieben aber da wo sie waren, steif und gleichgültig und von Tränen durchnässt.

Der Mensch stand ratlos da.
Und wieder weinte er. Seine Tränen fielen diesmal direkt ins Einmachglas. Das Licht der winzigen Sonnenstückchen erlosch aber nicht. Die Körnchen haben sich mit den Tränen zu einer dickflüssigen, lebendigen Masse, die stärker und immer stärker strahlte. Er staunte.

Die Masse explodierte im Einmachglas zu Millionen strahlender Sonnenkörnchen der Freude. Der Mensch war verblüfft. Dann aber begriff er:  "ich muss lieben und nicht erwarten geliébt zu werden."

Er lächelte den Sonnenkörnchen im Einmachglas zu und drückte das Glas an sein Herz.

"Ihr sollt leben!" sagte er und ging  in die Frische des Sonntagmorgens hinaus.

Ein Mensch war innerlich bereit erneut zu lieben.

©zeitlos 04/2007




wirbelwind 11.04.2007, 19.59| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: | Tags: Reise, Mensch, Liebe, ICH, Sonne,

Der Baum der Liebe

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Eines Tages auf der Straße nach Irgendwohin, traf die Liebe einen Menschen. Mit ausgestreckter Hand lief sie auf den Menschen zu, so als würde sie ihm die Hand reichen, oder etwas geben wollen.

Verwundert blickte sie der Mensch an. es war es nicht gewohnt und mochte es auch von einem Fremden auf der Straße angesprochen zu werden. Verärgert und ängstlich wollte er der Liebe ausweichen, aber sie stellte sich vor ihn, schaute ihm ihn die Augen und sagte: "Ich gebe dir dieses Samenkorn als Willkommensgeschenk. Schön dich getroffen zu haben. Was du damit machst liegt in deinen Händen. Und wie das Samenkorn heranwächst, liegt an dir, an deiner Hege und Pflege".

Zögernd nahm der Mensch das Samenkorn an sich und ohne bei der Liebe sich zu bedanken, wollte seinen Weg fortsetzen.

"Halt!", rief die Liebe. "nicht wegrennen! Ich gebe dir ein paar Pflegetipps auf den Weg. Das Samenkorn musst du in die Erde pflanzen. Es braucht viel Tageslicht, viel Sonne, Wärme, Dünger, Wasser und vor allem viel Streicheleinheiten. Zuerst wächst es zu einem zarten Pflänzchen heran, dann zu einem Baum, der tiefe Wurzeln schlägt, dann bei guter Pflege zur rechten Jahreszeit Früchte trägt, die unter seiner Krone Schutz bietet."

"Ich habe noch nie einen richtigen Baum gepflanzt", sagte der Mensch unsicher, als würde er sich dafür schämen. "Pflanzen ja, aber einen Baum zu pflanzen, das schaffen nur wenige Menschen".

"Dann sei doch einer der Wenigen, die einen Baum pflanzen. Jeder der einen Baum pflanzen will, der pflanzt ihn auch. Es ist nicht die Frage des Willens, sondern dessen Umsetzung - das Tun und das Handeln", sagte die Liebe energisch.

****

Der Fremde eilte mit dem Samenkorn in der Hand zum nächsten Blumenladen.

Der Blumenverkäuferin, eine wachsame Frau mit ausgeprägtem Einfühlvermögen fiel der ungeduldige Fremde sofort auf. Sie blickte auf seine zur Faust geballten Hand und fragte ihn ob sie ihm behilflich sein könnte.

"Ich hätte gerne die passende Blumenerde und einen Topf für dieses Saatkorn hier" Vorsichtig öffnete er die Faust und zeigte ihr das Samenkorn.

"Was für ein Samen ist das?" fragte die Blumenfrau etwas erstaunt.

"Ich begegnete zufällig der Liebe und sie schenkte mir dieses Korn als eine Art Willkommensgeschenk. Sie meinte ich soll es in die Erde setzen, ab und zu gießen und etwas pflegen und daraus wird ein Baum, - ein Baum der Liebe", sagte der Mann unsicher und etwas gelangweilt, als wäre es eine Peinlichkeit. Die Verkäuferin könnte ja einen Lachanfall bekommen, denn alles klingt so unrealistisch, logisch nicht begreifbar. Aber mit dem Herzen...?

"Nie gehört, von dem Baum der so heissen soll. Ich denke, dass daraus eher ein Pflanze wird, oder vielleicht ein kleiner Strauch" sagte die Verkäuferin verwundert.

Sie gab dem Fremden den gewünschten Beutel Blumenerde die für alle Pflanzen geeignet ist und einen kleinen Blumentopf .

Der Fremde eilte nach Hause, steckte den Samen in die zuvor gekaufte Erde und stellte den Blumentopf auf das Fensterbrett, damit viel Licht darauf scheinen kann.

Er goss ab und zu die ausgetrocknete Erde und wunderte sich dass noch nichts gewachsen ist.

Eines Morgens sah er im Blumentopf einen kleinen Spross und wunderte sich wie klein und dünn er erst war. Der Fremde wandte sich enttäuscht ab und überlegte sich noch ein paar Tage abzuwarten, was aus dem Spross werden würde.
Und der Spross wuchs zu einem kleinen, zarten Pflänzchen heran und wartete sehnsüchtig auf Dünger und Wasser. Nach ein Paar Tagen schaute der Fremde nach dem Blumentopf und sah darin ein winziges zartes Pflänzchen, dass kraftlos hin und her schwankte.

Enttäuscht wandte sich der Fremde ab. Er dachte die Pflanze wird schnell wachsen und üppig blühen. "Daraus wird nicht einmal eine Pflanze, geschweige denn ein Baum", murmelte er enttäuscht und wandte sich ab.

Er ließ den Topf zwar noch stehen, aber er düngte das Pflänzchen nicht und er goss es auch nicht mehr. Ein paar Tage später ging es ein.

Der Fremde warf den Topf achtlos weg.

****

Monate gingen ins Land und wie das Leben so spielt, traf der Fremde zufällig wieder die Liebe.

Er wollte ihr ausweichen um ihren Fragen zu entgehen, doch sie stellte sich ihm in den Weg, so dass er nicht ausweichen konnte.

"Schön Sie zu sehen", sagte die Liebe freundlich. "Was ist denn aus dem Samen geworden?"

"Gar nichts " sagte der Fremde genervt, aber doch etwas beschämt. "Es wuchs daraus ein zartes Pflänzchen, welches dann einging. Ich dachte daraus wächst eine große Pflanze welche abwechselnd wächst und blüht und dass daraus ein Baum wird".

Als sie nach der Pflege fragte, antwortet er beschämt und zögerlich, dass es es doch reiche wenn die Pflanze hell steht und ab und zu etwas gegossen wird.

"Sie waren doch auch mal ein kleines neugeborenes Kind?" fragte die Liebe vorsichtig . " Und ihre Eltern haben Sie gepflegt und hatten sehr viel Geduld mit Ihnen, bis Sie groß waren und auf eigenen Beinen stehen konnten. Und Sie sind bestimmt nicht sehr schnell gewachsen und haben Ihren Eltern auch nicht immer nur Freude bereitet, sondern auch den einen oder anderen Kummer, oder etwa nicht?"

"Sicherlich, aber..."

"Kein Aber!", unterbrach ihn die Liebe. "Mit der Liebe ist es ebenso wie mit einem Kind. Die Liebe muss gedüngt werden - sie muss Nahrung erhalten, viele Zärtlichkeiten, Freude, Gemeinsamkeiten. Die Liebe muss im Licht stehen, sie muss in der Helligkeit der Ehrlichkeit, der Treue und der Hoffnung gedeihen können. Die Liebe braucht Wasser, die braucht die Quelle woraus sie Kraft schöpfen kann, wenn der Alltag sie ermüdet. Die Liebe muss gehegt werden, die welken, kränkelnden Blätter müssen entfernt werden, sie braucht die Worte die ihr alles sagen und jeder Streit, die kränkelnden Worte müssen entfernt werden. Nur so kann die Liebe wachsen und blühen. Und denke daran: sie braucht Zeit und Geduld!"

Sie drückte dem Fremden ein kleines Samenkorn in die Hand und der nahm es zögern an.

"Dieses Mal mach es aber besser und denke immer daran was ich dir gesagt habe" ermahnte ihn die Liebe und ging mit einigen Schritten davon.

****

"Aber ich...", weiter kam der Fremde nicht, denn die Liebe war kaum mehr zu sehen.

Er betrachtete das Samenkörnchen auf seiner Handfläche, unschlüssig ob er es einfach wegwerfen, oder nicht doch der Liebe nachlaufen sollte, um es ihr wieder zurückzugeben.

Doch die Liebe, war nicht mehr zu sehen.

Achselzuckend und nachdenklich machte er sich auf den Weg zum Blumenladen um neue Erde zu kaufen.

"Guten Tag, schön Sie wieder zu sehen. Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch. Was ist denn aus dem Samenkorn geworden, das Ihnen die Liebe geschenkt hat? Was für eine pflanze wurde daraus?" fragte die Blumenverkäuferin.

"Daraus wuchs ein kleines Pflänzchen. Keine Ahnung welcher Art ich es zuordnen soll, aber nach kurzer zeit ist es eingegangen," sagte der Fremde und senkte beschämt den Kopf. Als müsste er sich dafür rechtfertigen, sagte er leise: " ich habe gar keine Ahnung von Pflanzen, geschweige denn von ihrer Pflege. Um ehrlich zu sein, ich habe sie auch nicht mehr gegossen. Wozu denn eigentlich? Es hat eine kleine Ewigkeit gedauert, bis das Samenkorn endlich keimte und dann war es so winzig. Ich glaube kaum, dass es zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen wäre."

"Abgesehen davon, dass Sie es nicht mehr gegossen haben," antwortete die Blumenfrau abwertend, "solche seltenen Pflanzen, sind in der Regel sehr empfindlich und brauchen besonders viel Pflege. Und vor allem viel Licht. Sie ist eher für Pflanzenliebhaber und -kenner geeignet."

"Nun ich habe heute die Liebe erneut getroffen und ehe ich mich versah, drückte sie mir ein neues Samenkorn in die Hand und lief so schnell sie auch nur konnte und ohne ein Wort davon," sagte der Fremde und seine Stimme klang etwas enttäuscht und unsicher.

Die Blumenfrau lächelte verhalten und gab ihm die gewünschte Blumenerde, welche für alle Pflanzenarten geeignet ist und wünschte ihm viel Glück.

****



Daheim angekommen, setzte er das Samenkorn vorsichtig in die feuchte Erde und stellte den Topf mit einem weißen Übertopf ans Fenster.

Noch einmal streicht er mit dem Finger über die Blumenerde, glättete sie sanft, als würde er ein schlafendes Kind zudecken.

Der Fremde hat es zu seinem Ritual gemacht, Morgen für Morgen, Abend für Abend, die Erde zu berühren, sie sanft zu streicheln.

Als hätte das Samenkorn die Sanftheit seiner Streicheleinheiten gespürt, spross es vorsichtig und ebenso zart wie das erste Körnchen aus der warmen Erde.

Der Fremde betrachtete das Pflänzchen und staunte über seine Zartheit. Er war nicht mehr enttäuscht von dessen winzigem Spross und dessen Zerbrechlichkeit, sondern er bewunderte seine Lebenskraft.

Endlich hat er begriffen, dass das jedes Leben seine Stufen hat und Zeit braucht diese Stufen zu besteigen. Er lächelte verträumt und aus seinem Lächeln spiegelte sich die Hoffnung.

Sorgfältig hegte und pflegte er das Pflänzchen mit einer unbeschreiblichen Geduld und Zärtlichkeit und das Pflänzchen dankte ihm immer und immer wieder mit neuen Blättern, deren anfangs noch zartes Grün immer kräftiger schimmerte. Die dünnen Fädchen seiner Wurzeln wurden kräftiger und drangen etwas tiefer in die Erde um der Pflanze besseren Halt zu geben. Und so wuchs es langsam zu einem kleinen Bäumchen heran, mit einem schönen geraden Stamm und vielen Ästen, deren kleine Ästchen mit ihrem von den Strahlen der Sonne beleuchtet und in unzählige grünen Nuancen schimmernden Blätterkleid eine wunderschöne kleine Krone formten.

****

Das Bäumchen wuchs zu einem jungen Baum heran. Sommerregen, Donner und Blitz, kleine und heftigere Gewitter säuberten sein Blätterkeid und ließ es in der Sonne seidiger schimmern. Die gereinigte Luft tat dem jungen Baum sichtlich gut.

Der Herbst schlich sich auf leisen Sohlen an den Baum heran und färbte seine Blätter, gelb, rot und purpurfarben. Er nahm ihnen anschließend die letzte aufflackernte Kraft zum Leuchten. Im Herbstwind ließ er sie ihren Abschiedstanz tanzen und hilflos umherirren, bevor er sie auf den nasskalten Boden fallen ließ.

Kraftlos lagen nun die purpurfarbenen Blätter auf dem Boden und ließen den eisigen Novemberregen hilflos über sich ergehen. Die einzelnen Blätter rückten ganz eng zusammen und schützten mit ihrem Teppich das Bäumchen vor der Kälte des heranschleichenden Winters.

Hilflos schien der Baum dem Winter ausgeliefert zu sein, aber er wusste, dass es nicht allein ist. Er hatte den Fremden um sich herum, der ihn hegte. Beruhigt nahm er einen Winterschlaf. Der Fremde schnitt ihm die dürren Äste und befreite ihn vom Reisig. Der Baum schlief und sammelte neue Kraft.

Als würde der Baum die Sehnsucht, die Liebe des Fremden zu spüren, erwachte er eines Tages aus seinem Winterschlaf.

****

Die Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne, wärmten sanft die Luft.Die Schneedecke schmolz und tropfenweise fiel sie von den Ästen.
Der Baum streckte seine noch blätterlosen Äste und Zweige in den Himmel, als würde er die Sonne begrüßen.
Das zarte Blau des Himmels strahlte im Sonnenlicht und eine Herde weißer Schäfchenwolken wanderten über den Himmel.
Die Vögel setzten sich auf die Äste des Baumes und zwitscherten munter ihr Frühlingslied. Eine Hommage an die Liebe, an die Hoffnung zwitscherten sie unermüdlich bis sie das Herz des Baumes erreichten und es ihnen die Tür öffnete.

Der Baum tanzte vor Freude und seine Äste wiegten sich im langsamen Rhythmus des milden Frühlingswindes.
Die ersten Knospen sprossen zaghaft auf den Zweigen.
"Es ist Frühling", dachte der Fremde. "Den ganzen Winter saß ich einsam in meinem Haus und wartete auf die Liebe und sie kam nicht."
Traurig schaute der Fremde zum Fenster hinaus in den Garten.
Er staunte. Der Baum wurzelte tiefer und sein Stamm ist kräftiger als im Vorjahr.
Aus Zweigen wurden langsam Äste und neue Zweige ließen die Krone größer werden.
"Der Baum der Liebe" höhnte der Fremde. "Den Baum habe ich gepflanzt, habe ihn gehegt bis er wurzelte, habe ihn von seinem Reisig befreit und die Liebe kam doch nicht. Wenn er mit seiner Größe mein Haus überragt und seinen Schatten mir die Sicht aus dem Fenster versperrt, holze ich ihn ab." schimpfte er.

Eines Morgens schaute er aus dem Fenster und sah den Baum in einem neuen Blätterkleid, das zart- bis dunkelgrün in der Sommersonne schimmerte. Unzählige rote Knospen zierten das Kleid.

In den nächsten Tagen öffnete sich Knospe für Knospe, Pétale für Pétale.

Samtige, zerbrechliche Zartheit entfaltet sich. In ihrem Kelch nehmen die Blüten Tropfen für Tropfen den Morgentau auf. Der süße, fruchtige Duft zerbarst in der Luft und lockt zahlreiche Bienenschwärme an. Gierig tranken sie den Nektar aus dem Blütenkelchen und summten fröhlich ihr Liebeslied.

Der Fremde öffnete wie jeden Morgen das Fenster. Eine fruchtige Brise betörte seine Sinne und das rhythmische Summen lässt ihn innehalten und lauschen.

Eines Abends ging er hinaus in den Garten, legte sein Ohr an den Baumstamm und lauschte.

Wie ein Wasserfall rauschte das Wasser im Herzen des Baumes. Es floß durch die Adern und Venen der Zweige und Blätter.

"Da staunst du, was?" raunte der Baum ruhig. "Meine Liebe wurzelt tief und fest im Grunde meines Herzens. Sie wächst und wächst und entfaltet sich. Ich liebe und erwarte keine Gegenleistung. Ich wurzele, wachse, blühe und trage dann auch Früchte. Ich spende dir Schatten und mit meinen Ästen möchte ich den Himmel umarmen. Doch ich frage nicht, ob du mich irgendwann abholzen wirst, oder ob der Himmel mir nicht die Äste brechen wird,wenn ich ihn berühre. Nein, ich frage nicht, ich liebe!" hörte der Fremde den Baum sprechen.

Erschrocken sah der Fremde um sich, aber er konnte niemanden sehen.

"Liebe wurzelt tief und du vergeudest sie nicht, indem du sie verschenkst, sondern sie schöpft aus deinem Herzen immer wieder neue Kraft."

"Wer liebt, wächst aus sich heraus."

"Liebe, liebe, liebe und du wirst geliebt!", sang der Baum weiter und wiegte seine Äste im Wind.

Der Fremde setzte sich jeden Abend unter den Baum, dessen Zweige ihm Schatten spendeten und lauschte was der Baum zu ihm sprach.

"Die Liebe braucht Raum und Zeit in deinem Herzen um sich zu entfalten. Und sich braucht dein Vertrauen. Deine Angst vor Enttäuschungen ersticken sie im Keim."

"Die Liebe zieht eine andere Liebe an. Ein unsichtbares Band webt sie zusammen. Gehe auf sie zu. Entferne dich nicht , damit die zarten unsichtbaren Fäden nicht reißen."

****

Die Stürme des Sommers kamen und rüttelten und schüttelten den Baum, rissen ihm Zweige und Äste ab, bis sein Kleid in Fetzen von der Krone hing. Die Blüten fingen an zu welken. Vorbei die ganze Pracht.

Enttäuscht wandte sich der Fremde ab. Abends setzte er sich nicht mehr unter den Baum.

Er öffnete zwar noch das Fenster, aber dem baum schenkte er nur verachtende Blicke.

"Von wegen Stärke" murmelte er enttäuscht.

"Lass mir doch ein bischen Zeit!" rief der Baum. "Alles braucht seine Zeit, auch die Liebe. Ich habe ein paar Wunden an meinen Ästen die heilen müssen. Ich liebe und ich habe nie aufgehört dir Schatten zu spenden. Eines Tages werde ich Früchte tragen."

"Ich glaube dir nicht" sagte der Fremde und schloss das Fenster.

****

Der Sommer ging zu Ende und der Herbst färbte das Laub purpurfarben.

Blätter fielen aus der Krone und tanzten Tango mit dem Herbstwind.

Die alten Weiber des Herbstes sponnen silberne Fäden um die Äste.

Der Fremde sah aus dem Fenster und traute seinen Augen nicht.

Rote Früchte hingen am Baum.

Er lief in den Garten um sie näher zu betrachten.

"Ich liebe, ich liebe," sang der Baum.

Kein Sturm kann mich in Stücke reißen,

so lange meine Wurzeln stark sind

um ihm zu strotzen und standzuhalten.

lch liebe, ich liebe

und blühe weiter

bis die Sonne wieder scheint

und meine Wunden heilt.

Ich liebe, ich liebe

und lasse Äste wachsen

um dich zu umarmen

ich liebe, ich liebe

die Frucht der Liebe

schenke ich dir"

Der Fremde hatte Tränen in den Augen und ging beschämt zurück ins Haus.

"Du kannst die Früchte ruhig einsammeln, "rief ihm der Baum zu.

***

Versunken im Nebel ruht die Welt. Der Fremde betrachtete die Früchte in den Körben und der süße Duft der reifen Früchte durchströmte sein Herz.

Als sich der Nebel lichtete hielt er es im Haus nicht mehr aus.

Er machte einen langen Spaziergang durch die herbstliche Natur.

Nach einiger Zeit wollte er zurückkehren, aber etwas hielt ihn zurück. Ein ihm noch unbekanntes Gefühl spornte ihn an, weiter zu gehen.

"Ich gehe noch ein Stück weiter, dachte er. "Ich weiß dass jemand auf mich wartet."

Tatsächlich begegnete der Fremde der Frau, auf die er schon lange ein Auge geworfen hatte, aber sich nie traute, ihr zu sagen, was er für sie empfindet, aus Angst sie würde seine Liebe nicht erwidern.

Von da an waren sie unzertrennlich. Sie verbrachten einige Zeit gemeinsam.

Ein paar Tage waren es noch bis zum Jahresende. Sie feierten gemeinsam Weihnachten und bereiteten sich innerlich auf das neue Jahr vor.

"Bevor dieses Jahr zu Ende geht, möchte ich dir noch etwas sagen," sagte der Fremde schüchtern.

Sie lachte leise.

"Nur zu," sagte sie. "ich bin gespannt."

"ich liebe dich!" rief er.

"Ich liebe dich," sagte sie leise aber bestimmt.

Er erzählte ihr von seinen Ängsten, sie hörte ihm zu.

Vom Baum der Liebe erzählte er ihr.

Neugierig ließ sie sich in den Garten führen.

Der Baum schlief tief und fest unter einer Schneedecke.

Ein paar welke Blätter fielen auf den Boden.

Es sah aus, als würde der Baum ihnen zunicken.

Beide legten das Ohr an den Baum und lauschten dem Wasserfall der Liebe im Herzen des Baumes

"Die Liebe wächst wenn du sie wachsen lässt", rauschte der Wasserfall.

"Stimmt!" ,dachten beide und engumschlungen schritten sie ins Haus.

©zeitlos

wirbelwind 11.04.2007, 18.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Baum, Liebe, Samenkorn, Blüte,

Blütenblätter

sie sammelte die abgefallenen Blütenblätter,

legte sie in die Sonne

und wartete, dass die Sonnenstrahlen sie berühren,

sie wartete auf dem Wind

die gefallenen Flügel aufzurichten

um zu fliegen

als Purpuri in einer Schachtel Himmel

wirbelwind 11.04.2007, 18.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Blütenblätter, Purpuri,

Worte rinnen durch meine Gedanken

Meine Gedanken in Worte gefasst

schreibe ich heute auf

Worte rinnen als blaue Tinte durch die Feder

in mein Buch

In Zeitlupe gleich formt sie Buchstabe für Buchstabe

Wort für Wort

Vorsichtig als wären sie zerbrechliches Kristall

reihen sie sich nebeneinander,

untereinander auf

Zeile für Zeile

Satz für Satz

Gefühl für Gefühl

Gedanke für Gedanke

Seite für Seite füllen sie mein Buch

Tag für Tag

©zeitlos

wirbelwind 11.04.2007, 18.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Worte, Gedanken,

der Tag

Der Tag

Bevor die Dunkelheit der Nacht

die Helligkeit des Tages

in ihren indigofarbenen Mantel einhüllt,

bevor der letzte Sonnenstrahl

dem aufgehenden Mond

die Hand reicht

bevor der Mond die Sternenkerzen anzündet

zünde ich eine Kerze an

und schreibe den Tag in mein Buch

in dem zitternden Licht der Kerze

lege ich den Tag vor meine Augen

in meine Gedanken

fühle ihn mit meinen Sinnen

wie er war

schreibe und schreibe

bis er ganz in meinem Buch verschwindet

noch bevor es Nacht ist

©zeitlos

wirbelwind 11.04.2007, 18.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Tag, Kerze, Mond, Buch, Sonne, Nacht,

dem Leben auf der Spur

Mag sein, dass das Leben einen ganz riesigen Kreis zieht, so dass wir nicht zu merken scheinen wie es zum Ausgangspunkt zurückkehrt und sich somit schließt.

Mann kommt bei der Geburt aus der Dunkelheit des Mutterleibs hervor, dazwischen liegt das Leben mit allem drum und dran. Im Alter werden wir wieder zum Kind in Erwachsenenkleider und -schuhen.

Wir werden auf diese Welt erlassen um zu leben, um zu lieben und wann immer die Zeit auch kommt , schließt sich eine Tür hinter uns und wir fallen ins Nichts.

Einige Leben bilden oft nur einen Ring für den kleinen Finger, weil sie nur kurz sind.

Viele Leben aber, bilden einen Ring für den Daumen der Welt, weil sie zum Greis werden.

Das Leben ist für mich ein ganz kurzer oder ein ganz langer Weg nach Hause. Oft frage ich mich aber wohin? Zu Gott, in eine undefinierbare Unendlichkeit.

Ich habe einen Begriff gehört: "Sondermüll im Universum". Damit meinte er die Seele. Irgendwie ....hm...ja.... erschreckend, erstaunlich......

©zeitlos

Während des Studiums hatten wir in medizinische Ethik ein Rerefat über das Leben.
Zum damaligen Zeitpunkt wurde darauf geachtet, dass die Kirche oder Gott keine Rolle spielen darf.
Und ich schrieb:
"Das Leben ist ein kleiner oder großer Kreis. Ein Kreis der sich bei der Geburt öffnet und schließt. Zum Zeitpunkt des Todes öffnet sich der Kreis erneut und der Mensch fällt ins Nichts. Das Leben ist ein kurzer oder langer Weg nach Hause." Ich löste damals damit ein richtiges Diskussionschaos aus. Auch wenn es mehr in Richtung Ethik aussah, es wurde der religiöse Hintergrund darin gesehen und regelrecht zerfetzt. Peinlich war es.
Vielleicht deshalb habe ich versucht das Leben mit dem Kreislauf der Natur zu vergleichen.
Bildlich sehe ich vor mir der alte Greis den dem neugeborenen Kind Platz macht. Alles Leben hat in der Natur seinen Platz und daraus wächst neues Leben.
Und diese Sichtweise hilft mir besonderen Respekt vor Mensch und Natur - vor der ganzen Schöpfung zu haben.

wirbelwind 10.04.2007, 22.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Kreis, Leben, Spur, Alter, Kindheit, Weg,

nachdenken und grübeln

Der Übergang von Nachdenken und Grübeln ist fließend. Wir brauchen den hauchdünnen transparenten Vorhang nur zur Seite schieben, schon sind wir da wo wir uns zurückziehen wollen - zum Nachdenken, oder zum Grübeln.

"Denke mal darüber nach" Und ich dachte nach und ich sah einiges aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Unterschiedliche Meinungen hatte ich für ein einziges Ding. Widersprüchlich? Nein, Sichtweisen, Empfindungen aus Objektivität und Subjektivität.

"Man kann nur eine einzige Meinung haben und die Meinung sollte man niemals ändern"

Wieso denn nicht? Meinungen sind ja keine Vorurteile, sondern Erfahrungen.

Wir wachsen jeden Tag ein Stück innerlich und wieso dürfen unsere Meinungen nicht mitwachsen?

Wenn wir die Zeit zurückspulen, fragen wir uns sehr oft nach dem Warum? Wir hatten die Erfahrung nicht, deshalb haben wir so entschieden - das ist die Antwort.

Dieses Warum ist der erste Schritt der zum Grübeln führt.

wirbelwind 10.04.2007, 19.36| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: | Tags: nachdenken, grübeln,

der Alltag ist ein Kanu auf dem Fluss der Zeit

Der Alltag ist wie ein Kanu auf dem Fluss der Zeit. Man ist täglich damit beschäftigt ihn irgendwie durch die Wellen zu steuern, ohne zu kentern. Schon früh am Morgen startet man einen Wettlauf gegen die Zeit, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. möchte man allen Ansprüchen gerecht werden und man hat sehr oft gar keine andere Wahl, als sich der Zeit anzupassen. Man muss paddeln, schneller immer schneller , man muss sich dem Fluss anpassen, schneller paddeln als er fließt .

Der Alltag als ein riesiger Fluss, als ein Strom der Zeit, mit vielen Stromschnellen, riesige Wellen, rauschende Wasserfälle. An manchen Tagen ließt der Fluss ruhig, langsam und zäh dahin und man sitzt in seinem Kanu und paddelt ebenso entspannt und ruhig dahin.

Und urplötzlich ohne Vorwarnung und ohne dass man es beim Paddeln merkt, zieht der Fluss der Zeit das Tempo an und fließt schneller, immer schneller. Das Paddeln wird anstrengend und es kostet immense körperliche, mentale und seelische Kraft. Dann gerät man in Stromschnellen und man muss paddeln und gegensteuern um nicht in den Sog eines Wasserfalls zu geraten. Man muss schneller sein damit die riesige Welle keine Chance bekommt uns zu überrollen."

©zeitlos

wirbelwind 09.04.2007, 08.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Alltag, Leben; Kanu, Fluss,

Life is.....

Leben ist

Leben ist, sich in den Augen eines staunendes Kindes zu reflektieren, die neugierig in die Welt blicken, die Zärtlichkeiten eines liebenden Menschen zu genießen, die Kühnheiten erfahrenen Menschen aufzunehmen, der optimistisch seinen Weg geht.

Leben ist, Lachen und Weinen, Schreien und Flüstern. Liebe und Hass. Es ist Glück und Leid, es ist Vergeben und Verzeihen, es ist Einsamkeit und Geborgenheit.

Es ist Hoffnung und Traum und Ziel. Leben ist, die Magie des Augenblicks. Leben ist, die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

©zeitlos

wirbelwind 09.04.2007, 07.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Leben

Fragment aus dem Spiel des Lebens

Heute streiten sich meine Vernunft und meine Intuition wieder. Wenn die Vernunft JA sagt, sagt das das Herz NEIN und umgekehrt . Die Müdigkeit hat mich übermannt und ich bin froh wenn ich heute endlich ein paar Stunden länger geschlafen zu haben als sonst. Der Tag beginnt wieder einmal mit starken Kopfschmerzen. Fragen für die ich noch keine Antwort gefunden habe, - wenn dann nicht die passende - schweben wie ein Bienenschwarm in meinen Gedanken. Mein Gefühl gibt mir zuerst recht, um später alles wieder zu revidieren.

"Mögest du im Leben das finden, wonach du suchst. es erkennen, wenn du es siehst und das große Glück haben es zu bekommen und zu bewahren" las ich heute einen irischen Segensspruch. Die Iren haben schon ihre Art ......

Ich suchte nach einem medizinischem Lexikon in meiner Bibliothek. Ich habe einige gute medizinische Bücher, die ich auch als Nachschlagewerk für mein Fernstudium benutze. Wenn ich dann zu lesen beginne, kommt der AHA-Effekt. So einiges ist noch ein meinem Gedächnis gespeichert, ich muss ihm nur einen Impuls geben und schon ist das eine oder andere da.

Und heute fand ich in diesem Lexikon eine vergilbte Glückwunschkarte, darauf stand dieses Zitat. Eine Freundin schickte sie mir schon vor langer Zeit.

Ich erinnerte mich an ihr Gesicht, an so manche Streiche die wir gemeinsam ausheckten, an unsere ersten Liebeskummer, an so manche Meinungsverschiedenheiten, auch an daran wie unsere Wege sich trennten.

Wir beschränkten uns auf Briefwechsel und Telefonate. Ich schrieb ihr es geht mir gut, auch wenn es nicht immer so war und sie schrieb mir dass es ihr gut ginge, doch ich wusste genau, dass es nicht so war. Irgendwann schrieben wir uns nicht mehr. Die Anrufe wurden immer distanzierter, fremder, oberflächlicher. Keiner sagte das was er dachte und fühlte. Die Zeit, der Alltag hat und getrennt, von all dem was war. Tag für Tag floss das Leben weiter und mit ihm geriet so einiges in Vergessenheit, oder nur in den Hintergrund.

Und ich frage mich ob man heute am Gestern noch anknüpfen kann, wenn so eine lange Zeit dazwischen liegt. Abgesehen von den vielleicht physischen Veränderungen, hat sich vielleicht unser Wesen durch den Alltag verändert.

Dieses unbeschwerte Studentenleben, die großen und kleinen Amouren, die großen und kleinen Träume sind Vergangenheit. Wir waren unzertrennlich wie siamesische Zwillinge und waren immer im Doppelpack zu sehen. Wir hatten immer ein paar Verrücktigkeiten auf Lager.

"Wir verlieben uns in eineiige Zwillinge," meinte sie, da wir das selbe Männerbild vor Augen hatten. Auch das ist nicht passiert. Ungewollt ging jede ihren Weg. Zum damaligen Zeitpunkt war es nicht leicht selbst zu entscheiden was man will. Man wurde beruflich dahin versetzt, wo die Obrigen der damaligen Regierung wollten.

Das Leben hat einige tiefe Spuren und einige oberflächliche Kratzer hinterlassen, die ein Teil unserer Unbeschwertheit zerstörten.

"So spielt das Leben sein Spiel mit uns und wir spielen ahnungslos mit, ohne zu wissen wie das Spiel heißt und ohne die Regeln richtig zu kennen. Wir spielen und spielen, verlieren einige Freundschaften, einige Lieben, einige Menschen und gewinnen zugleich an Erfahrung, an Erkenntnissen, an menschlicher Reife."

©zeitlos

wirbelwind 09.04.2007, 07.47| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Fragment, Leben, Spiel,

das gesprochene Wort

Ich ertappe mich immer wieder zögernd, in Gedanken formulierte Empfindungen in Worte zu fassen, sie laut und deutlich auszusprechen um mich mit der subjektiven und objektiven Welt auseinanderzusetzen.

Ich bin zwar ein laut denkender Mensch. Bei mir weiß jeder wo er dran ist. Vorteile verschaffe ich mir dadurch allerdings nicht, eher Nachteile.

Es ist die Angst, die Schüchternheit, die Moral, die Vernunft, der Respekt vor dem anderen, die mich oft davon abhalten laut zu denken.

Laut zu denken heißt, den unfiltrierten Gedanken freien Lauf zu lassen, ohne auf die Wortwahl zu achten. Worte sollten beim anderen positiv wahrgenommen werden können, so habe ich das gelernt. Aber wer entscheidet denn wie der andere mein Wort aufzunehmen hat? Ich? Nein, er!!

Auch wenn meine Gedanken in meinem Inneren einen Sinn ergeben, heißt es noch lange nicht, dass mein Gegenüber ebenso denkt und empfindetund den gleichen Sinn darin sieht.

Wenn mein Wort beim anderen ankommt, wird es vom anderen zuerst wahrgenommen, empfunden, bevor es von ihm überdacht wird.

Worte lösen also Empfindungen aus. Sie bewegen, die ermutigen, sie erklären, behaupten, beleidigen, verletzen, erschrecken. Worte können eine Liebeserklärung sein, ebenso können sie den größten Streit auslösen.

Ein gesprochenes Wort hat eine Stimme, hat Stimmungen die unsere augenblickliche Befindlichkeit verraten, sie klingt durch unsere Emotionen. Sie klingt wütend wenn wir wütend sind, sie klingt verliebt, wenn wir verliebt sind, wenn wir müde sind, klingt sie ebenso müde, wenn wir sanft sind, hat sie einen sanften Klang.

Man hört Zwischentöne, die Zwischengedanken, man spürt die Wärme oder die Kälte der Stimme die das Wort unterstreichen, ihm Leben geben. Und man sieht Augen die leuchten oder trüb sind, man sieht Gesten und unwillkürliche Mimiken die der andere macht.

Das geschriebene Wort hat ebenso seine Schwingungen. Aber da es keine Betonung hat, nicht mit unserer Stimme belebt ist, muss es erst gedeutet, interpretiert werden. Und jeder von uns hat seine ganz individuelle Interpretation.

Wir wiegen und messen und zählen, wir ziehen und kürzen, wir vertrauen oder es erreicht und gar nicht, wo es uns erreichen muss - im Herzen.

Zwischen den Zeilen lesen, kann nicht jeder, der behauptet es zu können. Man muss den Zeilen Nuancen hinzufügen, sie färben umd sie zu begreifen.

Gesagt ist gesagt. man kann das gesprochene Wort nicht zurücknehmen. Man kann es höchstens brechen.

Und es gibt sie die nicht gesagten Worte, die stillen Augenblicke, welche mehr sagen als Worte zusammen.

Stille Momente in einer wortreichen Zeit. Wie gut, dass es sie gibt, wo man keine Worte braucht und trotzdem verstanden wird.

Bitte mehr davon!!

wirbelwind 09.04.2007, 01.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Wort, Sinn, Stille, Stimmung,

Kreislauf des Lebens

kreislauf.gif

in voller Größe könnt ihr es hier betrachten

Tage gibt es
Sie bringen den Anfang und das Ende
Alpha und Omega
Es gibt sie, die Tage,
an denen Leben und Tod miteinander ringen
Es gibt Tage wo Leben geboren wird
und Tage wo Leben erlischt wie eine Kerze im Wind.
Es gibt Tage die uns unsere Vergänglichkeit beweisen
Es gibt Tage die uns beweisen, dass neues Leben entstehen kann
Aus der Liebe heraus wächst Leben heran
Träume und Gefühle stellen Fragen
Was ist richtig, zu sein und zu werden, oder zu tun oder lassen?
Wenn ein Leben vorbei ist, wer sieht die verbleibenden Spuren?
Wenn Leben geboren wird, wiederholt sich der Kreislauf der Unendlichkeit?
Das endliche Leben, der Anfang der Unendlichkeit,
der von Gott ausgewählte Kreislauf der Ewigkeit des Lebens?

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 08.04.2007, 13.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Kreislauf, Leben, Tod, Endlichkeit, Alpha, Omega, Geburt,

überall in dir

Deine Begierde, dein Wollen, deine Neugier

sehen mich fragend an, beobachten mich

jeden Schritt, jede Geste, jedes Wort

wird erahnt, gedeutest, eingefangen.

Du nimmst meine Liebe auf

bis zum letzten Tropfen.

Du bohrst dich in meine Sinne

und deine Liebe schlägt Wurzeln in mir.

Mein Fleisch wird zu deiner Humuserde

und ICH werde in winzigeweizen.jpg

Splitter gesprengt

und mikroskopisch klein bin ich

überall in dir

©zeitlos

wirbelwind 08.04.2007, 12.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Liebe, Erotik, Sinne, ICH,

Der Liebe auf der Spur - Prometheus bei der Arbeit

lavie.png

Gib mir einen Stift und ein Blatt Papier.

Zeichne mir einen Strich vor - ich werde eine Linie ziehen.

Zeichne einen Bogen - ich werde ihn verbiegen.

Zeichne einen Kreis - ich werde ihn öffnen um den Horizont einzufangen.

Zeichne einen winzigen Punkt - ich werde ihn bis in die Unendlichkeit erweitern.

Zeichne die Unendlichkeit - ich werde sie bis zur Liebe vergrößen

sie in bis zur Seelengröße verkleinern um unsterblich zu werden.

"Zerstörerisch!" sagt Gott.

"Kunst!" sagt die Göttin.

"Leben!" sage ICH und zeichne OMEGA in die Zeit

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 08.04.2007, 10.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Liebe, Prometheus, Gott, Göttin,

Teufelchens Liebeserklärung

Bild_1976.jpg

Eine spielende Katze bin ich.

Ich jage dich und je nach Lust und Laune,

zeige ich meine Krallen und kratze dich.

Ich verstecke mich vor dir.

Suche mich! Komm suche mich,

ahne mich da wo ich nie sein könnte.

Spiele mit mir,

meine Samtpfoten haben Krallen

und ich hänge an deinem Ärmel.

Lass mich unsichtbare Fäden ziehen,

eine Nabelschnur zu mir.

Das ist mir tausend Leben wert.

Ich bin nur eine spielende Katze

und wir spielen Katz´ und Mensch.

©zeitlos

wirbelwind 08.04.2007, 10.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Teufelchen, Phoenix, Liebeserklärung,

Today

Ich bin es gar nicht gewohnt an Feiertagen frei zu haben. Ungewohnt reagiert auch mein Körper darauf und beschenkt mich mit Kopfschmerzen und bleierner Müdigkeit.

Schlafen, Schlafen, Schlafen sollst du, flüstert mein Körper und ich wehre mich vehement gegen sein Programmieren meiner Sinne.

Mein Handywecker klingelte auch heute Morgen zur Geisterstunde(ich glaube daran nicht), wie jeden anderen Morgen auch. Ich hüpfte sofort aus dem Nest, denn die Zeit ist zu kurz zum Trödeln. Ich brauche länger als 5 Minuten im Bad und möchte meinen Milchkaffee oder Esspresso Schluck für Schluck genießen und nicht einfach mit dem Mundtrichter über die Speiseröhre in den Magen kippen. Ich möchte noch von meinem besonderen Menschen meinen Morgenkuss abholen und ihm ebenso welche  schenken.

Meine Arbeitszeit beginnt um 2:00 Uhr und endet um 14:00 und zwischen drin gibt es eine Verschnaufspause, die großzügig verschoben werden muss wie es nun mal passt.

Nun da ich werder Tag- noch Nachtruhe habe, kann ich meinen Körper schon verstehen. Aber wo bleibe ICH als Mensch mit Seele?

Ich habe keine Zeit! Es ist keine Laune meiner Sinne, wenn ich es ausspreche, sondern eine GREIFBARE TATSACHE!

So nun schaue ich heute an Ostern, dass ich den Tag genieße in allen Facetten und Farben.

Teufelchen ist auf der Suche nach Ostereiern und testet mit dem Pfötchen was vom Küchentisch fliegen kann, damit ich mich um es kümmere.

Schlaues Teufelchen!

Das ist unser Teufelchen Phoenix

teufelchen.jpg

teufel.jpg

Bild_158.jpg

wirbelwind 08.04.2007, 07.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Teufelchen, Alltag, Befinden,

Willkommen im Heute

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Verstohlen lugt die Sonne aus dem Fenster des Himmels und haucht Gold und Bronze und Liebe in den Morgen. Mit einem Atemzug weckt er alles um sich herum. Vogelgezwitscher durchdringt die morgendliche Stille. Die ersten Frühaufsteher der Natur,  laben sich am frischen Tau auf den Blumen und Gras.

Die Sonne zieht die Fäden und das Leben hält balancierend das zerbrechliche Gleichgewicht auf den seidenen Fäden der Sonnenstrahlen.

Der Tag erhebt sich aus dem Sonnenbett und das Leben ist offen für jeden Wind, für die Gezeiten, für die Gegenwart.

©zeitlos

wirbelwind 08.04.2007, 06.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: heute, Tag, Gezeiten, Sonne, Fäden, Sonnenstrahlen,

Frohe Ostern

hase.gif

Liebe Besucher, Liebe Leser, besondere Menschen, Freunde,

ich wünsche Euch Allen ein frohes und gesegnetes Osternfest!

wirbelwind 08.04.2007, 05.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Ostern

Là pour la vie

Sur le chemin de votre vie, vous trouverez toujours une personne, qui pourrait vous écouter, vous soutenir, vous encourager, vous aimer, mais plus que tout, qui sera là pour toi avec tout son coeur! 

Il faut juste ouvrir les bras et se laisser bercer par cette tendresse et amour qui vous aidera à passer votre vie en douceur.

P.S. Ne baissez pas les bras face à la vie, elle a beaucoup à nous offrir si ont lui laisse sa chance.

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 08.04.2007, 00.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Weg, Leben, Chance,

das Leben

Das Leben ist dein,

nicht anderen, nicht mir.

Das Leben spielt jetzt!

Nicht davor, nicht danach,

nicht noch zu früh, nicht schon zu spät.

Das Leben ist lebendig

in der Palpitation der Gegenwart,

im Elan des Augenblicks.

Das Leben ist eine Quelle der Liebe

ein wachsendes Rinnsal der Zeit,

ein werdender Fluss

auf dem Weg ins Delta,

 - eine Ouverture zum zeitlosen Meer

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 07.04.2007, 18.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Leben, vie, Augenblick, Gegenwart,

Wortspiel

Wortspiel,

ein Liebesspiel der Gefühlslogik

im Gedankennetz.

Ein Zungenspiel der Emotionen,

ein zärtlicher Kuss der Buchstaben

auf die leicht geöffneten Lippen.

Wortspiel im Sonnenaufgang der Gefühle,

ein Wortspiel des ICHs

des Du, des Wir  - ein wortvolles Liebesspiel.

Eine heftige Kissenschlacht bis Buchstabenfedern

durch alle Sinne fliegen,

auf ein leeres Blatt fallen

und Worte formen,

die spielend das Leben beschreiben

und der Liebe einen Sinn geben

©zeitlos

wirbelwind 07.04.2007, 17.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Wortspiel, Buchstaben, Sinn, Gefühlslogik,

Mensch und Gott

Sein Gottsein hat Er aufgegeben,
um für uns nur Mensch zu werden.

Zwischen Himmel und Erde,
zwischen Licht und Dunkelheit,
zwischen Liebe und Schmerz,
zischen Menschlichem und Göttlichem.
Umherwandern mitten unter uns Menschen.

Hängend am Kreuz,

Das Leben zieht, zerrt, reißt
Immer weitere Kreise zieht der Schmerz.
Erreicht das Herz

Der Schmerz
der durchbohrten, gebrochenen, genagelten
Händen und Füßen
erreicht seine Grenzen.

Der Schmerz,
und die Schwere
werden zum Stein im Herzen.

Zuckt, erdrückt, erschlägt
schmettert nieder

Gnadenlos.

Palette durcheinander geratener,
schwächlicher, verletzlicher, menschlicher
Erlebnisse, Empfindungen, Gefühle.

Menschsein
für uns Menschen.
Verzweifelt sein um Größe und Stärke zu gebären.

Verzweifelt schreien und hadern.

Um sich daraus zu erheben und anzuerkennen:
„Es ist vollbracht...“

Das Menschsein aufzugeben

Um wieder nur Gott zu sein.

 

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 06.04.2007, 14.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Mensch, Gott, Karfreitag, Ostern,

Je t'écris ces mots

J'aime mes lettres à contretemps, à contre- courant, mes courriers me surprennent souvent...

Ils sont si osés, il m'arrive de les détruire au lever du jour. J'ai du mal à comprendre l'intimité de cette écriture.

Je veux parler de ces mots écrits d'un seul bloc que  je ne prends pas la peine de sculpter pour rendre la lecture plus facile.  Alors je reste avec ce mystère et glisse vers les mots suivants,  puis obtinément je reviens, je les trouve  fermés à double tour.

Je vais plus loin et tout me semble simple, mais les mots abandonnés, es mots que je  n'ai pas pu écrire, ces mots étranges sont devenus étrangers et m'obsèdent toujours.

C'est ce petit rien, comme un vouvoiement qui m'intimide et me fait rougir souvent. Par sa faute j'ai déjà déchiré quelques pages d'heures,  des heures trop confiantes trop naïves   Cet aveu arrive bien tard, mais ne me refuse pas cet instant de vérité.

J'aime ce moment exquis où je te sais lire ma lettre.  Tu es si loin et pourtant je sens ton souffle,  tu es là contre-moi et je sens ton désir s'éveiller au plus profond de toi.

Je pourrais presque entendre ta voix me guider dans ces chemins secrets…la chaleur de ton corps qui m'atteint en plein vol de mes sens.

Vertige.  Mes doigts qui se crispent un peu plus sur tes épaule, cœurs d'amour assoiffés, moments fragiles.

Le temps s'arrête et tu reprends ta lecture.      

Tu poses tes lèvres sur mes mots.  Les bruits se décomposent, le froissement du papier a une résonance érotique quand il est entre tes mains.

 Je devine ton trouble en cet instant, les mêmes images nous confondent dans notre désir, cet instant où tout bascule où nous restons dans force sans pensée glissant dans cette infinitude de spasmes en spasmes jusqu'à l'épuisement final.   L'éloignement rend ce désir plus intense, il va au delà du tolérable,du supportable, de l'infini, de l'impossible. Oui... j'écris pour toi comme jamais je ne pensais pouvoir le faire, j'ignorais ce plaisir de l'écriture avant toi.     

Je t'écris....   Ces mots qui tonnent et bousculent nos désirs   Et les font enfin éclater comme un feu d'artifice...   Ces mots qui se chevauchent et se culbutent   Comme nos corps dans nos désirs apprivoisés.

Ces mots cascades qui éclaboussent nos nuits.   De rêves les plus fous, les plus inavoués.

 Ces mots au rythme fougueux et torrides   Qui nous surprennent à l'aube encore grisés   Ces mots qui s'allongent sensuels sous nos doigts  

 Et se laissent caresser pas nos yeux embrumés   Jusqu'à nous donner envie de jouir ensemble.

©zeitlos

wirbelwind 06.04.2007, 05.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Brief, mots, Worte,

herzförmige Liebe

herzförmige Liebe
auf den Wellen des Zeitflusses,
spiegelt sich im Wasserspiegel
alles Ahnen und Fühlen,Empfinden,
alle Emotionen.
Mitgerissen von den Gezeiten,
breitet die herzförmige Liebe
ihre Flügel aus
um das Gleichgewicht zu halten.
Kopf an Kopf, Kuss um Kuss,
malt sich die Liebe
herzförmig in die Zeit.
Schwanengesang entsteht
aus der Metamorphose aller Sinne.
Wellen wiegen zwei Schwäne
auf dem Fluss der Zeit
©zeitlos
04/2007
Bild_1578.jpg

wirbelwind 05.04.2007, 15.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Herz, Schwanengesang, Gezeiten,

4 Elemente (I)

Das alles ist Leben.

Luft, Wasser, Erde, Feuer

im Herzen,

in den Sinnen,

in den Augen,

in der Seele,

im Geist gesammelt,

mit den Augen Raum und Zeit erweiternd,

mir den Armen die Erde umarmend,

in den Händen die Welt haltend.

Tausende Feuer,

schwebende Luft,

greifbare Erde

und fließendes Nass

ist das Leben.

Leben ist Bewegung,

immer auf der Suche nach sich selbst,

fließend mit dem Licht spielend,

wissensdurstig, nach dem Besonderen, nach der Liebe, nach dem Sinn suchend,

über Wasser mit der Luft, mit der Erde.

Leben ist Stille in Raum und Zeit,

endlich .....unendlich....

©zeitlos

wirbelwind 05.04.2007, 15.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: 4 Elemente, Leben,

4 Elemente (II)

Sickernd, sprudelnd fließend,

den Felsen, die Steine, den Kies

spielend umfließend

sich neugierig, wissensdurstig suchend ihren Weg bahnend: Die Quelle.

Erdende Festigkeit,

unveränderlich, veränderlich,

wachsend, stützende Kraft: der Fels.

Das aus dem Fels Heranwachsende,

sich mit den Gezeiten des Lebens, der Liebe Verändernde,

das Sich aus der Quelle Durst stlillende,

das Sich aus der Erde Ernährende: der Baum - das Leben.

Mit seinen Ästen den Himmel am Bauch kitzelnd

mit dem Licht spielend,

mit der Sonne tanzt,

ins Meer fallend

den Durst der Erde stillt

deren Kraft die Wurzeln nährt.

©zeitlos

wirbelwind 05.04.2007, 15.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: 4 Elemente, Leben,

so gelesen

Das Schmollen der Weiber ist nichts als ein Guerillakrieg (beinahe Gorillakrieg getippt) den sie gegen die konzentrierte Macht der Männer führen, ein Krieg, in dem sie als Sieger hervorgehen"

Da muss frau sich doch dagegen wehren!

"Das Schmollen der Männer ist nichts als ein Überbleibsel aus der Steinzeit, eine Eigenschaft die unverändert durch das Sieb der männlichen Evolution gerutscht ist, um den Frauen zu demonstrieren, dass sie das Sagen haben möchten und nicht verlieren können"

©zeitlos

Liest einfach weg, wenn es euch Herren der Schöpfung nicht passt. Aber bitte nicht schon wieder schmollen!

wirbelwind 05.04.2007, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Je pense que | Tags: Schmollen, Witzig,

Ready To Fly

irgendwie nachdenklich stimmt mich dieses Lied. Es ist nicht allein die mitreißende Stimme von Richard Marks, sondern der Text

Oft ist man dem Leben auf der Spur, dessen Geheimnisse zu entdecken! Oft muss man feststellen, dass man sich im Kreis nur im Kreis bewegt und Antworten auf die Fragen nach Weisheit und Stärke nur in in sich selbst finden würde. Man entdeckt, was man in den kühnsten Träumen nicht zu hoffen wagt, dass so viel verborgene Kraft in einem steckt. Es ist als hätte man Flügel, nur keine Ahnung wozu man sie brauchen kann.

Rastlos, ohne Hoffnung und missverstanden, ist man krampfhaft bemüht, sich festzuhalten, wo man lieber hätte loslassen sollen. Diese Erkenntnis ist wie ein Geschenk: Das plötzliche Wissen um Fähigkeiten, die in einem stecken und nur

darauf warten, abgerufen zu werden!

Die Antwort auf alle Fragen, liegen oft offen in der Hand,
und es wäre dann langsam Zeit, mit sich selbst ins Reine zukommen,
die Flügel endlich weit auszubreiten und davon zu fliegen.
"raketengleich der Sonne entgegen zu fliegen,
oder den Himmel gemächlich mit einem Segel zu durchkreuzen," singt Richard Marx

wirbelwind 05.04.2007, 14.27| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Ready To Fly, ,

Worte wachsen

Aus den Wurzeln der Gedanken

wachsen in der Stimme

über die Lippen hinaus

Worte,

die die Seele sanft berühren,

die wütend um sich schlagen,

die mit ihrem Klang die Sinne liebkosen.

Leise Worte,

laute Worte,

unzensierte Worte

wachsen über die Lippen

werden hörbar,

sichtbar,

begreifbar,

verstanden,

unverstanden,

verschwinden

im Strudel der Zeit.

Werden festgehalten

auf Papier

werden verewigt

bleiben unvergessen

werden vergessen.....

mit der Zeit

©zeitlos

wirbelwind 04.04.2007, 23.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Worte, Gedanken, ,

wenn Leben endet

Am Anfang war es nur ein winziger Pickel im Gesicht. Er wurde größer und fetter und dehnte sich aus.

Das junge Mädchen, halb Kind, halb Frau wollte ihn entfernen lassen.

Es ging zum Hautarzt und bekam erst ein paar Wochen später einen ambulanten OP-Termin.

Der Pickel war weg. Das Mädchen war froh. Irgenwann war nichts mehr davon zu sehen.

Eines Tagen hatte es Halsschmerzen.  Der Arzt erzählte ihm etwas von Mandelnentzündung und verschrieb ihm Antibiotika.

Der Hals wurde dicker bis es kaum noch schlucken konnte. Es ging zum Hals-Nasen-Ohrenarzt. Warteschleife, Termintunnel, Ergebniswarteschleife.

Der  Arzt schüttelte den Kopf. Es war ein Krebstier in den jungen Körper eingedrungen und grub heftig seine Tunnels durch das Lungen und Lebergewebe.

Heute Morgen um 4:12  gab der Körper des Mädchens auf und es schloss die Augen.

Ironie des Schicksals .......?!

Es war nur ein winziger Pickel der so eine Urmacht hatte ein Leben zu zerstören.

Wenn es einen Gott gibt, dann würfelt der aber ganz heftig.

Couleurs de la vie - Farben des Lebens  ..... welche Farbe ordnet man dem endenen Leben zu? Schwarz, grau, weiss oder bunt ..... oder man lässt es transparent. Durchsichtig, durchlässig .... wofür?

Wer füllt es Gott, jene die es lieb hatten, seine besonderen Menschen .....

wirbelwind 04.04.2007, 22.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Leben, Ende, Tod, Gott,

Zeitreise

Noch im Halbschlaf beginnen die Gedanken zu kreisen. Wie ein Bienenschwarm um die Lindenbäume, auf der Suche nach dem besten Nektar, kreisen sie um die Gefühle.

Du stehst Morgens auf und versuchst im dichten Dschungel der Gedankenwelt dein Gleichgewicht zu finden.

Bevor du ins Tagträumen fällst und vom noch jungen Tag zu schwärmen beginnst, hat die Realität dich schon längst aufgefangen und führt dich gnadenlos in das Heute.

In seinem Spielfeld hat der Alltag so manche wunderbare Schätze, Geschenke und Freude versteckt. Er fordert unsere Neugier, sie zu suchen, sie zu finden und sie als das zu erkennen , was sie sind.

Aber auch Schlaglöcher, Stolpersteine und Pfützen sind vorhanden. Somit wird deine innere Kraft ebenso gefordert.

Pausen hat der Alltag eingebaut und diese sollst du für dich nutzen.

Reise zurück in die Zeit, in die Erinnerungen, damit du entdeckst, wie du dich äußerlich und innerlich verändert hast. Denn aus dem Gestern bist du gewachsen. das Heute wächst aus dem Gestern, so wie das Morgen aus dem Heute wachsen wird. Du lernst zu begreifen indem du bewusst wahrnimmst, dass du in der Entwicklung gut eingebettet bist. Es kann dir nichts passieren auf der Reise durch die Zeit ins Ich.

Bau dir aber in den Erinnerungen kein Nest! Sei ein Vogel und breite deine Flügel ganz weit aus und fliege mal hoch in die Zukunft, mal tiefer in die Vergangenheit, aber kreise mit Neugier um das Heute.

©zeitlos


wirbelwind 04.04.2007, 22.50| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Reise, Zeitreise, Erinnerungen,

Sichtweisen

An einem lauen Sommerabend, zog sie sich für eine Weile in ihre Leseecke zurück. Ein alltägliches abendliches Ritual um sich vom Alltag zu erholen.

Ein paar Augenblicke der Entspannung um ihren seelischen Akku mit Kraft und Ruhe aufzuladen.

"Mami erzählst du mir bitte eine Geschichte?! Fragte das kleine Mädchen, aber bitte ein ganz neue!"

Sie lächelte dem kleinen Mädchen zu

"Ich möchte mich nur etwas entspannen und nachdenken was ich dir erzählen könnte" sagte sie lächelnd.

Die kindliche Uhr zeigt aber eine ganz andere Uhrzeit an. Für ein Kind bedeutet ein paar Minuten eine mittlere Ewigkeit.

Sie überlegte, womit sie das Mädchen für eine Weile beschäftigen könnte. Da fand sich in der Fernseh-Zeitung auf dem Tisch - gerade wie gerufen- eine etas größere Abbildung der Erde mit Meere, Erdteile.

Damit wäre es nun für eine ganze Weile beschäftigt und sie könnte in Ruhe ihr spannendes Buch weiterlesen, dachte sie sich, riss es raus und zerschnitt es in kleine und größere Puzzleteile.

Das Mädchen zog sich in seine Spielecke zurück und begann mit dem Zusammensetzen der Einzelteile . Und schon nach wenigen Minuten zeigte es ihr stolz das fertig zusammengesetzte Bild. Sie konnte es kaum glauben und fragte das Mädchen, wie es das so schnell hinbekam.

"Ach, auf der Rückseite des Bildes war ein Mensch abgebildet.
Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war auch die Welt in Ordnung." sagte es als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

Wenn der Mensch in Ordnung ist....

©zeitlos

wirbelwind 04.04.2007, 22.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Sichtweisen, Mensch, Ordnung, Welt,

Schneeflocke auf der Suche nach Wunder

Der Frühling war erwacht, die Natur zeigte sich im neuen pastellfarbenen Frühlingkleid. Ein zartgrüner saftiger Grasteppich lag auf den Wiesen und die Bäume trieben Knospen.
Am Waldrand in einem vor den Witterungen Versteck hatte eine Hasenfamilie ihr Nest gebaut.
Eines Morgens mit dem Sonnenaufgang, gebar Mutter Hase sieben Hasenkinder. Alle hatten eine wunderschöne Fellzeichnung nur eines aber war schneeweiß.
Mutter Hase nannte es liebevoll Schneeflocke. Es war auch das kleinste Hasenkind. Seine Geschwisterchen waren größer und kräftiger.

Kaum hatte Schneeflocke die Äuglein geöffnet, schaute es neugierig in die Welt und entdeckte um sich herum die kleinen Wunder der Natur.
So hoppelte ein winziges wolliges Wesen mit langen weißen wuscheligen Ohren und großen Läufen über die Wiese auf der Suche nach Abenteuern.
Eines Tages reichte ihm der tägliche Ausflug rund um den Hasenbau nicht mehr. Mir jedem Hopser entfernte es sich immer mehr vom Bau und erkundete die Wiese und den Wald.
Die Zeit verging und auf einmal entdeckte es ein großes Wesen. Es hoppelte dem Wesen neugierig hinterher und merkte schließlich, dass dieses Wesen nur zwei Beine hatte.
"Komisch sieht es aus und soooo riesig!" staunte Schneeflocke. "Und soooo ein buntes schönes Fell hat es!"
Es wusste nicht, dass es sich bei diesem Wesen um ein Menschenkind handelt.
Erst als es merkte, dass das Menschenkind seine Arme nach ihm ausstreckte um es einzufangen, erschrak es heftig, klopfte mit den Hinterläufen auf die Erde und rannte mit einem Satz auf und davon.


Irgendwann ging die Sonne unter und Schneeflocke wurde langsam müde und schläfrig. Hunger hatte es auch, aber aus Angst vor der Nacht vergaß es ihn. Der Hunger wurde aber immer größer und sein Magen knurrte laut. Es zupfte am saftigen Wiesengras und mamfte vor sich hin.
"Schmeckt das aber gut!" rief es und aß sich satt.
Doch irgendwann sah es nicht mehr fiel und es bekam Angst vor der Dunkelheit.
"Mama!" rief es ängstlich mit fiependem Stimmchen. "Mamaaaa!"
Tränen kullerten aus seinen Äuglein und hoppelte weiter. Es stolperte auf einmal und spürte unter seinen Läufen etwas weiches, warmes Stück Grasteppich.
"Das ist ja ein Nest!" rief es erfreut. Es kuschelte sich tief in das warme Nest und vor Müdigkeit schlief es ein.
Lange vor Mitternacht, als der Mond schien und die schlafende Welt bewachte, kam Shadow, eine kanadische Wildgans nach Hause. Sie legte sich in ihr Nest und deckte Schneeflocke und ein paar Eier mit ihrem Federnkleid zu.
Noch kurz vor Morgengrauen schreckte Schneeflocke aus dem Schlaf hoch.
"Was ist das denn für ein Krach!" rief es und staunte mit weit augerissenen Augen. Neben ihm zerbrachen Eier. Daraus schlüpften kleine Wesen mit winzigen nackten Flügelchen. Dann stubste es eines noch mit seinen nackten, nassen Füsschen, die aussahen wie graue Schwimmflossen.
"Komisch seid ihr!" rief Schneeflocke. Ein größeres Wesen mit Federn und Flügeln watschelte auf ihn zu.
"OH!" rief es erschrocken.
Shadow lächelte glücklich über ihre Brut. "Wie schön die sind!" staunte sie.
"Huch, was ist das denn!", rief sie erschrocken und starrte das weiße wollige Wesen mit großen Augen an. Es sah die langen Ohren und die riesigen Läufer, das wuschelige Fell. Sie versuchte es zu kämmen und zu bürsten, doch sie kriegte es nicht glatt. Sie musste sogar nießen.
"Was soll ich machen?" rief sie etwas traurig. "Das ist nicht mein Kind."
Dann meldete sich ihr Gewissen und sie sagte pflichtbewusst und mit fester Stimme: "ich werde es versorgen und liebhaben wie meine eigenen Kinderchen."
Schneeflocke passte es ganz und gar nicht und versuchte immer wieder auszubüchsen. Doch Mama Shadow war immer wieder schneller und warf ihn zurück ins Nest.
"Ich bin anders, merkt die das nicht endlich. Ich bin ein Hase und kein Gänschen." sagte sich Schneeflocke.
Und jede Nacht wollte er fliehen und zu seiner Mama und zu den anderen Hasenkindern zurück kehren, doch immer wieder holte Shadow ihn zurück.
Eines Morgens begleitete Shadow ihre Kinder zur Schwimmschule am See. Nach und nach schubste sie die Gänschen ins Wasser.
Schneeflocke mamfte ängstlich Gras. Als Shadow ihn ins kalte Nass schubsen wollte, bekam er Angst. Sein kleines Herz hämmerte wild gegen seine Brust.
Er klopfte wild mit den Hinterläufen auf den Wiesenteppich und riss ihn auf. Erdballen flogen durch die Luft. Shadow erschrak und rannte weg.
Das war seine Chance. Er rannte und rannte und hoppelte so schnell er konnte bis er atemlos anhalten musste.
Von weitem sah er eine Hasenmutter mit ihren Kindern über das Feld hoppeln.
"Mama? Mamaaaa!" rief er.
Mutter Hase drehte sich um, schaute ihn erstaunt an.
Schneeflocke, bist du das?" fragte sie.
"Ja," antwortete Schneeflocke.
Mutter Hase umarmte ihn weinend vor Freude, ihren verlorenen Sohn wieder bei sich zu haben.
Zu Hause in ihrem Nest erzählte er seiner Mutter und seinen Geschwistern von seinen Abenteuer.
"Mama das waren Wesen, die hatten Flaum und Federn. Sie konnten schwimmen und ihre Mama konnte sogar fliegen, " erzählte er.
"Da war noch ein großes Wesen, mit buntem Fell, das wollte mich einfangen," sagte er.
Mama Hase erklärte ihm den Unterschied.
"Manche Wesen werden geboren, andere schlupfen aus dem Ei, andere werden ins Leben geworfen Einige können gehen, andere können schwimmen und andere können fliegen.
Wenn du älter wirst , kannst du vieles besser verstehen und begreifen. Du musst nur genau hinsehen, lernen und begreifen. Die ganze Welt ist voller Wunder, mein Kind," erzählte Mutter Hase mit ruhiger geduldiger Stimme.
Schneeflocke kuschelte sich in das warme Nest und träumte vom Abenteuer Leben.

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 03.04.2007, 20.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Wunder, Schneeflocke, Hase, Gans, Ostergeschichte,

Der Tanz der Schneeflocken

Die heißen Lippen der Frühlingssonne berührten die kalten Wangen des Schneemanns und hauchten einen unsaften Kuss darauf.

Und dann peitschte ihn auch noch der Märzregen ins Gesicht , so dass es schmerzte und er zu weinen begann.

Heiße Tränen rannten aus seinen kohlenschwarzen Augen über seine Wangen, an seinem Hals entlang. Zusehend nahm er ab, schwankte, fiel leblos zu Boden und schmolz.

Millionen und Abermillionen Flocken tauten auf und stürzten sich von hohen Klippen oder aus den Baumnwipfeln und verwandelten sich in Tränen.

Sie entdeckten mit großem Erstaunen aus ihrer Traurigkeit heraus , neue Hoffnung, eine vergessene Möglichkeit: die Bewegung.

Als hätte sie die Hoffnung beflügelt, konnten sie sich plötzlich nur noch wage an das Herunterfallen erinnern, an das Schmelzen, an die Tränen der Trauer um den Schnmeeman. Sie erinnern sich vage an das Tanzen im Wind und an das Sich-sanft-Niederlegen. Aber jetzt konnten sie was Neues ausprobieren: Rinnen und Kullern, Rollen und Drehen, Sickern und Sprudeln...... mit einem Wort: Fließen.

Sie entdeckten sich neu in der Veränderung. Sie suchten sich, trafen zusammen und jagten einander in winzigen Rinnsalen, in schäumenden Bächen.

Sie liebten sich, sie vereinigten sich und sie vermehrten sich in tosenden Flüssen.

Sie nahmen an Größe zu und strotzten vor Willenskraft und Stärke. Sie wurden sich auf einmal ihrer Stärke, ihrer Kraft, ihrer Wucht bewusst. Und sie konnten nicht aufhören, sich zu verbreiten, immer mehr Territorium in Besitz zu nehmen.

Sie wurden gierig, nach mehr. Und nach noch mehr. Ihre Ufer engten sie ein, deshalb traten sie über, sich immer rascher ausbreitend, sich immer weiter ausstreckend.

Der Himmel beschenkte sie mit Regenropfen und sie schäumten, berauscht von der eigenen Macht, von der ungebremsten Gewalt, von der unvergleichlichen Herrschaft. Alles ihnen im Weg Stehende wurde mitgerissen, entwurzelt, weggeschleppt. Nichts konnte ihnen widerstehen, nichts konnte sie beruhigen. Und sie wuchsen und wuchsen weiter.

Sie wurden tosende, gewaltige, rasende Ströme.

Die Sonne küsste sie wieder und wieder bis sie immer kleiner wurden und einige aus Angst sich zu Dampf verwandelten und zum Himmel stiegen.

Andere wiederum blieben als kleiner See auf der Erde und darin blühten Seerosen.

Im Winter verwandelten sie sich in eine Brücke und lernten somit die Menschen aufeinander zuzugehen - Brücken zu bauen, zarte Bögen der Freundschaft vom Ufer eines Herzens zum Ufer eines anderen Herzen

©zeitlosschneegloeckchen.jpg

wirbelwind 03.04.2007, 18.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Schneeflocken, Tanz, Wald der Worte, Schneemann,

Ein kleines Mädchen auf dem Weg der Worte

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Er war einmal ein kleines Mädchen, das die Worte nicht fand, um zu sagen, was es fühlte und dachte. Jedesmal, wenn es versuchte, seine Gedanken und seine Emotionen zum Ausdrück zu bringen, fand es in seinem Inneren nur leere Worte.

Worte sprudelten aus seinem Mund wie ein Wasserfall, doch die Worte waren emotions- und sinnentleert.

Das Mädchen fühlte sich unverstanden und drückte seine Emotionen in Form von Gesten aus. Aggression nannten es die Erwachsenen, wenn es um sich schlug, weil es in seinem Inneren wieder einmal keine Worte fand.

Als wieder einmal niemand verstand was es ausdrücken wollte, hüllte es sich in Schweigen. Es schmerzte in seinem Inneren, da die Gefühle sich in seinem Herzchen eingeengt fühlten und seine Gedanken verursachten Kopfschmerzen, da sie raus wollten, in Kleidern aus Worte durch die Welt spazieren.

Unglücklich blickte es jeden neuen Tag in die Welt und wortlos lief es durch die Zeit.

Eines Tages hörte es im Radio einen Dichter sagen, dass jedes menschliche Wesen in seinen Inneren einen Wortweg finden sollte. Diesen Weg sollte jeder Mensch gehen, damit er immer wieder zu sich selbst finden kann.

Es beschloss am nächsten Morgen, gleich mit dem Sonnenaufgang sich auf den Weg der Worte seinem Inneren zu machen.

Nach den ersten Schritten sah es nichts. Ein paar Kieselsteine, ein paar winzige Blümchen, dessen Namen es gar nicht kannte, einen riesengroßen Baum, dessen Krone viel Schatten spendete, ein paar Nesseln dessen Stacheln in seine Fingerchen stachen.

Die Worte schienen sich vor ihm zu verstecken, oder von ihm zu fliehen.

Am nächsten Tag als es sich auf dem Weg der Worte machte sah es das erste Wort, hinter einer Böschung hervorlugen

"Wagen“, sagte das Wort. "Willst du mich nicht mit in dein Leben nehmen?"

Das Mädchen hob das Wort auf und packte es in seinen Rucksack.

" Ich wage...ich wage..." sagte es vor sich hin.

Die nächsten Tage entdeckte es auf dem Weg der Worte Zeichen. Jedes Zeichen hatte eine individuelle Form und eine individuelle Bedeutung. Es packte alle Zeichen in seinen Rucksack und nahm sie mit ins Leben.

Das zweite Wort dem es begegnete war "Leben"

Es hob das Wort auf, legte es an sein Ohr. Zunächst hörte es nichts, außer seinen eigenen Atem. Es hält seinen Atem an und nahm als ein kleines Flüstern wahr: "Ich bin in dir...ich bin in dir...liebe mich, achte auf mich...ich bin in dir.!" Es nahm das Leben einfach mit.

Eines Tages auf dem Weg der Worte, fand es ein kleines vor Kälte zitterndes Wort.

Es nahm das Wort in seine kleinen Hände, wärmte es mit dem Hauch seines Atems auf und drückte es an sein Herz und liebkoste es.

Still lag das Wort an seinem Herzen.

Das Mädchen fragte es: "Wie heißt du denn?"

"Ich bin das Wort. Ich bin einzig und niemand braucht mich."

Das Mädchen drückte das Wort an sich und schritt weiter.

Auf dem Weg der Worte immer weiterschreitend, kam das Mädchen an einen Graben.

Im Graben saß ein Wort und als es das Mädchen erblickte, breitete es seine Arme aus.

Das Mädchen blieb erschrocken vor dem Wort stehen und blickte es fragend an.

"Ich heiße DU und ich bin ein uraltes Wort und es fällt niemandem leicht mir zu begegnen. Du musst mir immer in die Augen sehen. Und wer wagt es schon, sich selbst in die Augen zu sehen?" sagte DU.

"Ich nehme dich mit", sagte das Mädchen. "Du bist mein Gefährtin. Du sagst das was ich denke, was ich fühle."

Es nahm das Wort bei der Hand und wagte mit dem Leben in ihm weiterzuschreiten um nach Worten zu suchen.

Auf dem Weg der Worte begegnete sie anderen Worten, die sie auf dem Weg ließ. Es suchte ein ganz fröhliches Wort, das Freude ausdrückte. Ein Wort, das wenn es in der Nacht des Lebens umherirrt und in der Stille funkeln kann. Es fand es an der Vertiefung, in einem kleinen Tal. Es sah es mit großen Augen an. Es schien glücklich zu sein. Es näherte sich ihm, lächelt und sagt: - Du bist das was ich schon lange, suchte, es freut mich, dich gefunden zu haben. Willst du mit mir kommen?" Das Wort antwortete: "Gut, sicher auch ich erwartete dich."

Das Wort, das sie als nächstes fand, war das Wort „erleben“. Als es alle Worte zusammentrug, die es auf dem Weg der Wörter gesammelt hatte, entdeckte es mit Erstaunen, daß es den folgenden Satz sagen konnte: „Wage dich dein Leben zu erleben, denn nur DU kannst es.“

Das kleine Mädchen gewöhnte sich daran, täglich auf den Weg der Worte spazieren  zu gehen.

Es machte so erstaunliche Entdeckungen und es redete und redete. Alle die das kleine sprachlose Mädchen kannten, wurden jeden Tag auf´s Neue überrascht, was sie zu hören bekamen, was dieses kleine Mädchen innerhalb kurzer Zeit gelernt hat.

...ein kleines Mädchen auf dem Weg der Worte in sein ICH



©zeitlos

wirbelwind 03.04.2007, 17.59| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Mädchen, Worte, Weg, Suchen, Wald der Worte,

Bedeutungen - der Himmel und das Meer

water.jpg

Der Himmel und das Meer führten ein Gespräch. Der Himmel möchte vom Meer wissen, ob jeder einzelne Regentropfen für das Meer eine Bedeutung hat.

"Ich lasse meine Wolken regnen," sagte der Himmel. "Trägt jeder einzelne Regentropfen dazu bei, dass du zu dem geworden bist, was du jetzt bist - ein Meer?"

Das Meer brachte seine tosenden Wellen zum Stillstand und rauschte ruhig damit der Himmel seine Antwort verstehen kann.

"Jeder einzelne Tropfen aus deinen Wolken trägt dazu bei, das ich Schiffe und Boote auf meinen Wellentragen kann, dass sich Tiere und Pflanzen auf meinem Grund wohlfühlen, dass ich auf meinem Grund eine farbige Korallenwelt entstanden ist."

Der Himmel staunte.

"Ich lasse die Sonne scheinen. Tun ihre Strahlen dir gut?" fragte der Himmel.

"Die Sonne wärmt mich mit jedem einzelnen Strahl. Ich schicke dir Tau und Nebel, damit du deine Wolkenbetten mit meinem Wasser füllen kannst.

Die Sonne fällt abends müde in mein Wasserbett. Sie malt dich gelb, orange und rot an und die Menschen küssen sich beim Sonnenuntergang unter dir, du siehst ihr Liebesspiel. Jeden Morgen wenn die Sonne erwacht und sich aus ihrem Wasserbett erhebt malt sie dich rot an. Die Menschen wissen, dass ein neuer Morgen , ein neuer Tag beginnt und bewundern dich.

Nun weißt du, dass der Regen und die Sonne für mich sehr wichtig sind. Ebenso weißt du nun, dass auch ich für dich von großer Wichtigkeit bin.

Der Himmel strahlte vor Freude und sein Strahlen erhitzte die Wolken die donnernd aneinanderkrachen, so dass Blitze über den Himmel huschen.

"Was das gegenseitige Geben und Nehmen eine große Bedeutung für uns hat...!" sinnierte der Himmel und ließ die Wolken regnen und gleichzeitig die Sonne scheinen.

Nach kurzer Zeit spiegelte sich im Meer ein Regenbogen, den der Himmel gemalt hat. Das Meer rauschte friedlich sein Lied im Wind

©zeitlos

wirbelwind 03.04.2007, 17.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Bedeutungen, Leben, Himmel, Meer,

über alles

Im Verlangen ineinander verflochten,

ihrer Liebe sich hingebend.

Im Rhytmus ihres Herzschlags

fusionieren ihre Lieben

zu einem einzigen großen Liebe.

Die Zeit in den Händen haltend,

über alle Morgen hinaus

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 23.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Liebe, Morgen,

ich träumte

Bäume wiegen sich im Wind

ihre Blätter wischen den Staub

von den toten Sternen.

Sternenstaub fällt auf die Träume.

Leblos die Träume

stranden

an verweisten Ufern der Nacht

die Flut spült sie im Morgengrauen davon

zurück bleibt die Erinnerung

ich habe geträumt

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 23.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Traum

Oase

Ich habe mich verloren .......

irre liebesuchend

auf dem Strand deiner Haut umher. 

Die Sonne in deinen Augen

schien heiß  auf meinen Körper,

im Obstgarten deiner Lippen

naschte ich Erdbeeren mit Honig

ich wandere im Garten deiner Hände

und streichelte in den  Ästen deiner Finger,

durstig trank ich die Salzperlen von deiner Stirn

verirrte mich im Wald deiner Haare

wanderte weiter über den Strand deiner Haut

fand eine Oase - dein Herz

und verlor mich  ganz darin,

und zeichnete am Morgen

Herzen in den Himmel

die deiner Oase gleichen

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 23.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Oase, Strand, Haut,

der Tag

Du wachst auf

wenn die Sonne dem Mond "gute Nacht" wünscht

und den Himmel in ein Morgenrot kleidet

du stehst auf und bewunderst das morgendliche Ritual

der aufgehenden Sonne.

Du reibst den Schlaf aus den Augen

doch er will nicht weichen.

Du hörst das Zwitschern der Vögel

und denkst "welch ein herrlicher Tag!"

Und du kehrst zurück

zu deinen Gedanken

die ebenso erwachten.

Der Alltag holt dich ein

Termine, Hektik,

Mittagspause

Termine

Feierabend

Du packst den Tag ein

fährst nach Hause.

Wo ist das?

Abendbrot

ein Bad um den Tag abzuwaschen

Bilder des Tages

durchkreuzen deine Gedanken

du willst nur Ruhe,

 wohltuende Stille

Entspannung vom Tag.

Das Abendrot

färbt den Himmel

in ein dunkles Rot.

Das tägliche Ritual

der untergehenden Sonne.

Du nimmst deine Gedanken in dein Bett

und hoffst auf einen neuen Morgen

dass alles wird gut

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 01.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Tag, Erwachen, Abendrot, Alltag, Gedanken,

Zitat

Wenn man bedenkt, dass der Herzschlag keine Sekunde bedeutet, sondern die Harmonie des Augenblicks, in einem Klang des Lebens

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 01.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Cest ça, la vie | Tags: Zitat, Herzschlag,

Die Grenzen

Die Grenzen der Vernunft,

mit jedem Schritt nach vorne erweitern.

Aus der Mitte heraus

die Häute des Herzens erweitern,

die Angst mit jedem Schritt

überwinden.

Hoffnungen

über die Absperrungen werfen,

damit sie unsichtbar werden

für die Zweifel der Vernunft.

Mit jedem Schritt

die Grenzen des Herzens dehnen

die Vernunft einholen

mit jedem Herzschlag

sie ahnen lassen, es geht weiter

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 01.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Grenzen, Herz, Vernunft, Liebe,

Worte verlieren sich im Nichts

Worte verlieren sich im Nichts,

meine Lippen bewegen sich stumm,

meine Augen weinen unsichtbare Tränen.

Meine Schritte versinken im Nichts,

keine Spuren, keine getretene Wege

und hinter mir, vor mir, um mich herum

verliert sich mein Schatten.

Eine Brise Liebe,

zehn Brisen Schmerz,

umhüllt mein Herz.

Bittersüßer Duft strömt aus allen Fasern.

Sehnsüchte verstummen.

Zärtlich und doch schmerzhaft,

sanft und doch heftig

pocht die Liebe an alle Wände

©zeitlos

wirbelwind 02.04.2007, 01.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: La vie comme elle vient | Tags: Worte, Nichts, ,

Definition

Oft lese ich: "Liebe ist Alles und Nichts. Sie ist ein Schwert und Heilung zugleich."

Ich persönlich kann damit kaum etwas anfangen.

Für den, der es nicht ganz verstehen kann:

Ich bin Mensch. Ich bin die Quelle zweier Liebestropfen, ein Rinnsal der Liebe. Ich gehe nun davon aus, dass es die Liebe war, die mich geboren hat.

Un diese Liebe stillt den Durst des Lebens. Sie hat Mineralstoffe, wie Vertrauen, Hoffnung, Glaube und viele anderen Spurenelemente die den Alltag ernähren in sich.

Also ist die Liebe eine Quelle aus der das Leben entspringt. Und diese Quelle ist es die die Seele des Menschen immer wieder aufrichtet, ihren Durst löscht. Sie nährt und reinigt. Sie wäscht den Staub des Alltags von der Seele.

Liebe schlägt keine Wunden. Der Mensch tut das. Die Erwartungen an den anderen, das unermüdliche Schöpfen aus der Quelle bis sie versiegt. Die Gier, der emotionale Egoismus, die fehlende emotionale Intelligenz zerrt und saugt.

Es ist die Enttäuschung irgendwann nichts mehr zu bekommen, oder die Wut er ungestillten Gier, die die Dürre verursachen bis die Erde reißt und deren Haut in Fetzen liegt.

Liebe ist ein gegenseitiges Annehmen. Ohne Bewertung welches Geschenk dann die größere Verpackung hat und wessen Inhalt schöner und wertvoller ist.

Liebe besteht aus zwei Mineralquellen die sich ineinander verflechten und fließen ...... fließen ......bis sie zum Fluss werden und gemeinsam ein Delta aus beiden Leben formen um dann ins Meer der Zeit zu münden.

So die Liebe in Metaphern.

Und das ist es was mich immer wieder aufrichtet - die Liebe als Quelle des Seins zu sehen.

Trotz Enttäuschungen die auch bei mir nicht ausbleiben wird sich mein Grundglaube an die Liebe nicht ändern.

©zeitlos 04/2007

 

wirbelwind 01.04.2007, 09.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Liebe, Definition, Leben, Worte,

Worte

Wenn ein Wort die Liebe auslösen kann, kann es ebenso einen Krieg anzetteln? Ist das Wort dann ein Machtwort und die Emotionen sind Heilige oder Krieger? Wenn ein Wort der Gärtner der Gedankenwelt und der Gefühlswelt ist und Blumen der Liebe pflanzt, Liebeslieder singt, kann er denn so verkehren, dass er zum Waffenhändler unserer inneren Gifte wird und alles besprüht was Leben hat?

Wenn das Wort ein Gedanke ist, hat dieser Gedanke seinen Keim im Gefühl, dann ist das Wort eine gefühlslogische Emotion. Wie kann es denn erblinden, verstummen und gefühlstaub werden?

Wenn das Gefühl den Gedanken erschuf und der Gedanke das Wort gebärt, ist das Wort dann ein Machtwort über Herz und Verstand?

Ist dann das Wort dann der Anfang einer Sprache des Herzens, die wir dann aufbauen, verfeinern, wachsen lassen .... Wort für Wort? Substantive und Verben und Metaphern und Adjektive und Adverben die das Leben beschreiben.

Dann ist die Sprache des Herzens eine Machtsprache über das Sein

©zeitlos 04/2007

wirbelwind 01.04.2007, 09.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Couleurs de la vie | Tags: Worte ..... Machtworte

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Bienvenue dans le manége de la vie!   

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Für vieles im Leben gibt es ein Rezept. Man nimmt einfach das, was man zur Hand hat und man verwandelt es in das, was man haben möchte. Liebe, Umstände, Erfahrung, Fantasie gehört dazu. Ist das Leben ein Freibrief für Erfindungen? Ist unser Leben eine individuelle Kreation, deren Patent wir in der Hand haben?
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Il y a une prescription pour beaucoup dans la vie. On prend simplement ce qu'on a à la main et on le transforme dans ce qu'on voudrait avoir. L'amour, circonstances, expérience, fantaisie en fait partie. La vie est-elle une charte pour des inventions ? Notre vie est-elle une création individuelle dont nous avons le brevet dans la main ?

Nous avons cette chance inouïe de posséder cette substance miracle, quand nous traversons des temps difficiles, quand nous avons besoin de courage et d'énergie pour faire face au nouveau jour qui naît.
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Il y a dans la vie une épice rare et inespérée, je dirais même bénie du grand esprit cette poudre magique transforme notre quotidien en rayon de soleil dès qu'elle se répand sur un problème à résoudre, une solution à trouver.

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Apprenons à conjuguer l'amour au quotidien pour que la vie soit plus belle...

©zeitlos


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Hoffnung ist ein Stück  ein Urquell inneren Lebendigkeit die einem einen Schritt weiter führt, ohne zu wissen wohin.
©zeitlos



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